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Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg – Gemeinsame Stellungnahme zu Freiheit und Widerstandsfähigkeit der Wissenschaft veröffentlicht

  • Blick in einen Saal des MWFK.
    Photo: Kerstin Fende
    Die gemeinsame Erklärung entstand im Anschluss an die Veranstaltung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) zur Resilienz der Wissenschaft im Juli 2026.
  • Collage der Aktion Wissenschaft zeigt Haltung
    Image: © proWissen
    Die Brandenburger Wissenschaftsszene setzt ein gemeinsames Zeichen für die Freiheit, Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der Wissenschaft.

Die Brandenburger Wissenschaftsszene setzt ein gemeinsames Zeichen für die Freiheit, Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der Wissenschaft. In ihrer Stellungnahme „Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg“ betonen Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftsnahe Akteure ihre gesellschaftliche Verantwortung und bekennen sich zur freiheitlichen Demokratie. 
Die gemeinsame Erklärung wurde vom Verein proWissen Potsdam initiiert und entstand im Anschluss an die Veranstaltung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) zur Resilienz der Wissenschaft im Juli 2026. Sie unterstreicht die zentrale Bedeutung wissenschaftlicher Einrichtungen für die Entwicklung Brandenburgs und fordert verlässliche Rahmenbedingungen, die wissenschaftliche Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit auch in Krisenzeiten sichern.

Gemeinsame Stellungnahme: Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg

Die Wissenschaft in Brandenburg steht für gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Forschung und die Ausbildung von Studierenden, sondern auch der Transfer in die Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Hochschulen, die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftsnahe Akteure leisten gemeinsam wesentliche Beiträge zur Entwicklung Brandenburgs. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Landes im letzten Jahrzehnt wäre ohne die Stärke seiner wissenschaftlichen Institutionen kaum vorstellbar.

Wissenschaft lebt von Transparenz und der Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Es ist ein Kern des wissenschaftlichen Arbeitens, die eigenen Ergebnisse fortwährend zu prüfen und zu korrigieren. Gerade diese Arbeitsweise macht Wissenschaft leistungsfähig, aber auch angreifbar – insbesondere dann, wenn politische Einflussnahme, Desinformation, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielte Angriffe auf Personen und Institutionen zunehmen.

Genau deshalb braucht Wissenschaft verlässliche Rahmenbedingungen, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre Handlungsfähigkeit sichern. Dazu gehören Unterstützungsstrukturen für Beschäftigte und Forschende, digitale und organisatorische Sicherheit sowie eine stabile Infrastruktur. Notwendig sind auch klare Verfahren für Krisenlagen und eine öffentliche Kultur, die wissenschaftliche Arbeit nicht delegitimiert, sondern stärkt und anerkennt.

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie. Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die im Grundgesetz festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.

Das Land Brandenburg, seine Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Fördermittelgeber und die wissenschaftspolitischen Partner arbeiten gemeinsam daran, ihre Resilienz zu sichern. Ziel muss sein, dass Wissenschaft auch unter Druck frei, mutig, offen und verantwortungsvoll arbeiten kann. Nur so kann sie langfristig und nachhaltig dem Gemeinwohl dienen. Dies ist der Anspruch, an dem die Unterzeichnenden sich messen lassen wollen.

Erstunterzeichner: https://www.wis-potsdam.de/wp-content/uploads/2026/09/Erstunterzeichner-Statement-zur-Resilienz-der-Wissenschaft.pdf

Alle Informationen: Stellungnahme der Wissenschaft 

Unter dem gleichen Titel ist im proWissen-Podcast Brandwissen eine Folge mit Nicole Friedlein, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam, und Dr. Volker Rachold, dem Leiter des Deutschen Arktisbüros am AWI entstanden. Zur Podcast-Folge

Kontakt: proWissen Potsdam e.V.
Dr. Simone Leinkauf, Geschäftsführung
Tel.: (0331) 977 4588
E-Mail: leinkaufprowissen-potsdamde