Wir fuhren mit der Seilbahn auf die Hohe Mut, und kaum waren wir angekommen, hörten wir schon Glocken läuten. Warum Glocken? Nun, Schafe kamen herbei, um uns zu begrüßen und höflich um ein paar Streicheleinheiten zu bitten (die wir ihnen natürlich gerne gewährten!). Auf dem Weg zum Gletscher hatten wir eine besondere Aufgabe zu erfüllen: Wir sollten interessante Gesteine sammeln, um unter der fachkundigen Anleitung des überaus erfahrenden Professor Bernhard Diekmann etwas über deren Zusammensetzung und Geschichte zu lernen (wie viele Exkursionen er wohl schon geleitet hat? 50?). Nach einigen Stunden Wandern mit beeindruckenden Ausblicken und vielen Snacks erreichten wir schließlich den Gaisbergferner. Der Anblick war atemberaubend, stimmte uns aber auch nachdenklich, da sich der Gletscher im Vergleich zu den Exkursionen der Vorjahre stark zurückgezogen hat. Nachdem wir die Landschaft auf uns wirken lassen hatten, machten wir uns auf den Rückweg zur Hütte. Kurz vor der Gondelstation stieß ein Murmeltier einen Warnruf aus, und wir winkten ihm zu. Kurz vor der Bushaltestelle verließen Kühe ihre Alm, um sich zur Ruhe zu begeben, und begleiteten uns ein Stück die Straße hinunter.
Zu allen bisher veröffentlichten Reisetagebüchern:
https://www.uni-potsdam.de/de/up-entdecken/upaktuell/up-unterwegs-reisetagebuecher