Was 2021 als innovatives Programm startete, hat sich in kurzer Zeit zu einem Leuchtturmprojekt entwickelt. Der englischsprachige Studiengang erhält jedes Jahr hunderte Bewerbungen aus aller Welt. Doch die Jahrgänge werden bewusst klein gehalten, um eine hohe Qualität der Betreuung zu sichern. Das Programm, das stark forschungsorientiert und interdisziplinär ausgerichtet ist, wird vom Institut für Umweltwissenschaften und Geographie sowie vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam geleitet. Auch dank der engen Kooperation mit renommierten Partnerinstitutionen wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und dem Research Institute for Sustainability erhalten die Studierenden frühzeitig Einblicke in aktuelle Spitzenforschung. Dabei lernen sie modernste wissenschaftliche Methoden kennen, von numerischer Modellierung über Programmierung bis zur Big-Data-Analyse. Auf der jährlichen Exkursion nach Österreich in die Ötztaler Alpen studieren sie die aktuellen Klima- und Umweltveränderungen direkt vor Ort. Sie erkundeten die Geologie, Gletscher, den Permafrost sowie die alpine Flora und Fauna und sprechen mit lokalen Experten, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt, Region und den Tourismus zu verstehen.
Heute, nach fünf Jahren, steht CLEWS für eine neue Generation von Forschenden, die die Umweltprobleme in ihrer ganzen Komplexität wahrnehmen und einen konsequent erdsystemischen Ansatz verfolgen: Klima, Ozeane, Landoberflächen, Wasser- und Stoffkreisläufe sowie menschliche Aktivitäten werden nicht isoliert, sondern in ihren Wechselwirkungen analysiert. Dieser integrative Blick ist entscheidend, um die vielschichtigen Herausforderungen des Klimawandels zu erfassen und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln. Auch deshalb werden ökonomische, politische und gesellschaftliche Dimensionen von Anfang an mitgedacht. Denn letztlich kommt es darauf an, die so wichtige Transformation nicht nur zu beschreiben, sondern auch mitzugestalten.
Neue Impulse hierfür kommen auch aus den „Potsdam Climate & Sustainability Lectures“, einer Ringvorlesung, in der international renommierte Klima-Experten wie Johan Rockström und Stefan Rahmstorf auftreten, aber auch gesellschaftlich Engagierte wie Sabine Minninger von der Nichtregierungsorganisation „Brot für die Welt“, die über den Einfluss des Klimawandels auf menschliche Mobilität sprach. Klimaaktivistin Luisa Neubauer betonte in ihrem Vortrag, wie hilfreich es sei, dass Forschende ihre Erkenntnisse öffentlich vermitteln könnten. Wissen wirksam zu kommunizieren, auch das gehört zum CLEWS-Studium dazu, denn die Absolventinnen und Absolventen werden weltweit in einem breiten Berufsfeld gefragt sein, um die Folgen der globalen Erwärmung wissenschaftlich fundiert anzugehen.
Mehr dazu: https://www.uni-potsdam.de/de/umwelt/clews-masters-program
Stipendien stiften: Wer die aus aller Welt kommenden Studierenden des CLEWS-Masterprogramms unterstützen möchte, kann jetzt ein Universitätsstipendium stiften, das je zur Hälfte von privaten Sponsoren und vom Bundesforschungsministerium getragen wird.
Kontakt: Marianna Bähnisch, stipendium@uni-potsdam.de